WAZ, 24.11.2007

Glocken von St. Michael läuten wieder

Seit September schweigen die Glocken von St. Michael. Die Glocken der Kirche St. Michael in Hassel sind etwas Besonderes: Sie sind nämlich die einzigen "katholischen Glocken" in Hassel. Künftig sollen sie wieder läuten, wenn die katholische Gemeinde in Hassel sich - in der Kirche St. Pius - zum Gottesdienst versammelt.

Der Gemeinderat von St. Pius und der Förderverein der Kirche St. Michael haben sich für den weiteren Betrieb der Glocken von St. Michael ausgesprochen. Für die katholische Gemeinde in Hassel sollen die Glocken der Kirche St. Michael, die seit September außer Dienst gestellt ist, künftig wieder läuten, um zum Gottesdienst in die Kirche St. Pius zu rufen. Erstmalig sollen die Glocken mit einem festlichen Geläut zum 1. Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, erklingen. Am Samstag, 1. Dezember, um 17.30 Uhr, soll es eingeläutet werden, bevor sich die Gemeinde um 18 Uhr in der Vorabendmesse zum ersten Gottesdienst des neuen Kirchenjahres in St. Pius versammelt.

Welche emotionale Wirkung Glocken auf die Menschen haben, kann man immer wieder feststellen, wenn irgendwo neue Glocken angeschafft werden und zum ersten Mal läuten. "Zeiten, in denen Glocken verstummten, waren zumeist keine guten Zeiten für die Menschen", heißt es vom Förderverein.

Die vier Glocken der Kirche St. Michael wurden 1923 beim Bochumer Verein aus Stahl gegossen. Die größte Glocke, dem hl. Michael geweiht, hat einen unteren Durchmesser von fast 1,80 Meter, wiegt über zwei Tonnen und erklingt im Schlagton h°.

 

 

WAZ, 10.09.2007 (von Sebastian Konopka)

Wehmut und Weihrauch

Um kurz vor halb elf nehmen Messdiener und Priester Aufstellung. Die Laufwege werden noch einmal abgesprochen ("Du nach links, ich nach rechts"). Nach einigen spannungsgeladenen Momenten läutet dann die Glocke, die Orgel setzt ein und die Prozession hält Einzug in der Hasseler St.-Michael-Kirche. Es sollte das letzte Mal sein.

Gestern feierten die Hasseler zum letzten Mal einen Gottesdienst in dieser Kirche. Da wunderte es nicht, dass sämliche Bankplätze und auch die eilig herbeigeschafften Stühle schon weit vor Beginn der Messe besetzt waren, so dass ein gutes Dutzend der mehreren hundert Gläubigen stehen mussten.

Wehmut lag in der nach Weihrauch duftenden Luft. Dabei war es auch ein fröhlicher Anlass am gestrigen Sonntag. Denn die Gemeinde feierte nicht nur die Verabschiedung, sondern auch 90 Jahre ihrer Pfarrkirche. Dementsprechend gab es während des rund anderthalbstündigen Gottesdienstes auch viele Momente der Rückschau.

So berichtete Pastor Norbert Büdding etwa, dass in den vergangenen neun Dekaden fast 5000 Kinder in der Kirche St. Michael getauft wurden und sich über 2000 Ehepaare vor dem Altar das Ja-Wort gaben. In seiner Predigt sprach Büdding vom "liebgewonnenen Gotteshaus, dass vielen Gemeindemitgliedern über Jahre hinweg eine Heimat war."

Richtig ergreifend wurde es, als Gemeindemitglieder aus drei Generationen ihr persönlichen Erlebnisse während des Kommunionsunterrichts und der Zeit danach schilderten. "Im Krieg mussten wir Gottesdienste notgedrungen im Keller feiern", berichtete die Älteste der Riege. Einer anderen Rednerin waren vor allem die Schulgottesdienste ("Immer freitags um 7 und 10") in den Nachkriegsjahren in Erinnerung geblieben.

Die junge Messdienerin wusste in erster Linie das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Hasslern zu schätzen ud brachte die Stimmung und Hoffnung der Anwesenden beim Blick in die Zukunft auf den Punkt: "Die Gemeinschaft wird auch in Zukunft bestehen bleiben, denn es geht nicht um ein Gebäude, sondern um die Menschen, die darin zusammenkommen."

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Hasseler noch zum Plausch im Gemeindehaus. 

 

 

WAZ, 15.05.2007

St.-Michael-Kirche als Stadtteilzentrum

Förderverein der Gemeinde in Hassel und Uni-Studenten loten in Workshop Nutzungsmöglichkeiten für das Gebäude aus. An einen Abriss denkt im Moment niemand.

Gedanken um die zukünftige Nutzung "ihrer" Kirche haben sich am Samstag die Mitglieder des Fördervereins St. Michael in Hassel gemacht. Zusammen mit Studenten der Raumplanung an der Universität Düsseldorf überlegten sie in einem Workshop, wo die Zukunft des Gebäudes liegen kann, denn: Kirchliches Zentrum des Stadtteils wird es im Zuge der Umstrukturierung des Bistums nicht mehr sein.
Ein Vorschlag, den die rund 15 Teilnehmer des Workshops im Gotteshaus machten, war, das anliegende Pfarrheim zu erweitern. Doch diesen Vorschlag wertete Moderatorin Judith Hoffmann von der Uni Duisburg als nicht realisierbar, "da es erstens zu alt ist und zweitens hier wohl kein Kirchleben mehr stattfinden wird."
Das Kärtchen an der Pinnwand, die Michaelskirche als weiteres Gemeindezentrum neben St. Pius zu nutzen, wurde ebenfalls mit einem roten Blitz versehen. "Die Kräfte aus St. Michael werden in St. Pius gebunden sein" - dort soll sich nach dem Willen des Ruhrbistums das katholische Gemeindeleben im Stadtteil abspielen.
Einen Stern - das heißt, der Vorschlag ist theoretisch umzusetzen - bekam hingegen die Idee, das Kirchengebäude als Konzertsaal zu nutzen.
Das Kärtchen mit "Rückbau der Kirche" war übrigens keine so dramatische Maßnahme, wie es Außenstehende erahnen konnten: An den Abriss des ehemaligen Gotteshauses denkt im Förderverein niemand. "Die Idee entstand in der Utopiephase des Workshops", so Markus Zingel, Fördervereinsvorsitzender. Hätten die Hasseler alle Möglichkeiten, würden sie das Gemeindeleben in St. Michael wieder aufleben lassen wollen.
Fazit des Fördervereins: Eine schnelle, gar vorschnelle Lösung ist nicht das Ziel. Vielmehr müsse eine weitere Nutzung dem Gebäude angemessen sein. "Die Gemeinde würde ein Kirchengebäude wie St. Michael im Zentrum des Stadtteils langfristig anders nutzen, als sie es bisher getan hat, nämlich: als Stadtteilzentrum, offen für die Belange, die das Zusammenleben der Menschen hier am Ort betreffen", so Zingel.
Als Partner stellt er sich zum Beispiel Musikschulen oder eine karitative Einrichtung vor. Aber auch "andere christliche Gemeinden" sollten die Rämlichkeiten nutzen können.


 

WAZ, 02.12.2006

Turmbesteigung nach Schornstein-Fall

St.-Michael-Förderverein will in Hassel das wiederentdeckte und denkmalwürdige Uhrwerk vorstellen

Wenn nebenan der große Schornstein gefallen ist, kann an diesem Sonntag etwas weiter nördlich ein Turm bestiegen werden. Der Förderverein zum Erhalt der Kirche St. Michael an der Valentinstraße kann für diesen Tag eine Neuigkeit präsentieren. "Die Kirche besitzt einen wahren Schatz der Technikgeschichte", berichtet Rolf Schäfer vom Förderverein.

Gemeint ist das alte Uhrwerk aus dem Jahr 1921, gebaut von der Recklinghäuser Turmuhrenfirma Vortmann. Der Lauf der alten Räder wurde schon Anfang der 90-er Jahre aufgehalten, als sich die Gemeinde eine elektronisch gesteuerte Funkuhr anschaffte. Schäfer: "Glücklicherweise führte man das alte Uhrwerk seinerzeit nicht der Verschrottung zu." Der Glockensachverständige des Landesdenkmalamtes, Claus Peter aus Hamm-Rynern, hat das Werk, auf das ihn der Förderverein aufmerksam gemacht hatte., mittlerweile als "denkmalwürdig" eingestuft. Sein Bericht darüber wird erwartet. Es handele sich um eine sehr ganggenaue Uhr, heißt es. Auch Schnee oder auf den Zeigern ruhende Vögel konnten den Fluss der Zeit nicht beeinträchtigen. Peter hat vorgeschlagen, das Uhrwerk wieder in Betrieb zu nehmen. Der Förderverein sucht deshalb nach finanziellen Förderern dieses Projektes. Die Bevölkerung hat am Sonntag, 3. Dezember, um 16.45 Uhr Gelegenheit, sich vor Ort über den Technik-Schatz zu informieren. Die Turmführung dient gleichzeitig als Abschluss des Adventsbasars der Frauengemeinschaft, der um 11.30 Uhr beginnt.


Unser Hassel 3/2006                                                                                                                                              


Der Förderverein der St. Michael Kirche

Die Pfarrgemeinden des Bistums Essen werden neu strukturiert. Die Kirche St. Michael hat im Rahmen der Neustruktur der Pfarrgemeinde St. Urbanus und der Gemeinde St. Pius für Hassel den Status einer "weiteren Kirche":

Die Gemeinde erhält ab 2007 keine Zuweisungen aus Kirchensteuermitteln mehr. Das kirchliche Leben in Gelsenkirchen-Hassel wird seit rund 100 Jahren, als der Stadtteil im Zuge der Abteufung der Zechenschächte rasch zu wachsen begann, von der Gemeinde St. Michael geprägt. Die Kirche St. Michael, die 2007 ihr 90jähriges Weihejubiläum feiert, ist der sichtbare Ausdruck dafür.

 

Der Förderverein

 

Wenn alte Räume in Neue verwandelt werden, braucht es Mut, Kreativität und Sensibilität, um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten. Der Förderverein will dazu motivieren. Er unterstützt die katholischen Gemeinden in Gelsenkirchen-Hassel, die zu einer Gemeinde zusammenwachsen, damit es gelingt, christliches Leben in Hassel lebendig und attraktiv neu zu verorten. Sein besonderes Anliegen ist es, dabei mitzuwirken, der Kirche St. Michael, mit der der Stadtteil sein heutiges Gepräge erhielt, einen angemessenen Platz auf diesem Weg zu geben. Seine Aufgaben sieht der Förderverein insbesondere in der Mitarbeit bei der Entwicklung von Konzepten für eine angemessene Nutzung der Kirche St. Michael sowie in der Bereitstellung ideeller und finanzieller Hilfe für den Erhalt der Kirche St. Michael.

 

Hilfe gefragt!

 

Bei allen Aktionen und Tätigkeiten des Fördervereins der Kirche St. Michael Gelsenkirchen-Hassel e.V. bitten wir um Ihre Mithilfe. Dafür gibt es viele Formen - Ihren Möglichkeiten entsprechend: Unterstützen Sie den Förderverein der Kirche St. Michael Gelsenkirchen-Hassel e.V. durch Ihre Mitgliedschaft oder durch eine Spende! Helfen Sie mit bei unseren Aktionen! Nennen Sie uns Ihre Ideen, wie Sie sich die Zukunft der Gemeinde in Hassel und der Kirche St. Michael vorstellen! Spenden Sie ein wenig Zeit und Kraft für kleinere Tätigkeiten rund um und an der Kirche St. Michael! Um möglichst viele Menschen zu motivieren, die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen, ist eine Mitgliedschaft schon mit einem Beitrag von 1,- Euro/Jahr möglich. Über die Höhe Ihres Mitgliedsbeitrags entscheiden Sie! Wer den Verein als Fördermitglied unterstützen möchte, kann mit einem Beitrag ab 24,- Euro/Jahr beitreten.

 

Kontakt

Förderverein der Kirche St. Michael

Gelsenkirchen-Hassel e.V.

Bertlicher Straße 21

45896 Gelsenkirchen

Telefon: 0209 / 9 58 33 90

 

email: info@foerderverein-stmichael.de

Internet: www.foerderverein-stmichael.de

 


WAZ, 30.09.2006 (von Alexander Becker)

Kleines Konzert für Hasseler Kirche

Förderverein St. Michael organisierte "Turmblasen"

 

Es sind weit über einhundert Stufen bis zur Turmspitze der St-Michaels-Kirche in Hassel. Dort oben stehen an diesem Freitagabend Jürgen Student und Georg Bartmann mit ihren Instrumenten, der Trompete und dem Horn. Gemeinsam spielen sie das Michaelslied - über den "unüberwindlichen starken Held", den Namensgeber der Kirche - sowie einige Triumphate.

Ihre Zuhörer haben sich im Anschluss an einen Gottesdienst in der katholischen Kirche im Schatten der Bäume auf dem Vorplatz versammelt. Und strecken die Köpfe gen Himmel. Rund zehn Minuten dauert das Konzert für die rund 40 Zuhörer.

Student und Bartmann sind Mitglieder des Fördervereins St. Michael, und so kam auch die Idee zum "Turmblasen". "Wir beide sind Kinder der Gemeinde", erklärte Jürgen Student die Motivation. Mit derartigen Aktionen möchten sie mithelfen, auf die Kirche aufmerksam zu machen.

Schon am Nachmittag hatte der Förderverein eine Führung durch das Gotteshaus angeboten. Knapp 20 Besucher wollten mehr über die Geschichte und die Kunst des Bauwerks wissen - des Bauwerks, das wohl bald seine Pforten schließen muss. Wann - das weiß noch niemand so recht, erklärt Markus Zingel, der vorsitzende des Fördervereins.

Der Förderverein jedoch möchte diese Zeit, in der die Zukunft des Gotteshauses in der Schwebe hängt, nicht ungenutzt lassen. Gemeinsam sammeln sie Ideen und Konzepte für St. Michael. "Wir stellen uns eine kirchennahe Nutzung vor, möglichst sollten auch weiter hier Gottesdienste gefeiert werden", so Zingel.

Doch die Arbeit des Fördervereins gestaltet sich schwierig. Denn noch wissen die Mitglieder und Planer nicht, wer letztendlich über die weitere Verwendung der Kirche entscheidet. Mit einer Ideenwerkstatt will der Förderverein weitere Vorschläge sammeln.


  


WAZ, 29.09.2006                                                                                                                                                    


Vertraute Klänge vom Hasseler Kirchturm

St. Michael: Blasmusik in 40 m Höhe / Heute Patronatsfest

 

Heute feiert der kirchliche Kalender das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Rafael - und die nach einem der Engel benannte Kirche St. Michael in Hassel lädt zu einem ganz besonderen Patronatsfest.

 

Der Förderverein der von der Schließung bedrohten Kirche St. Michael lädt um 16 Uhr zu einer Kirchenführung mit Turmbegehung ein. Im Anschluss an einen Gottesdienst zum Patronatsfest, den die Gemeine um 18 Uhr feiert, werden Augen und diesmal auch Ohren auf den Kirchturm gelenkt. Auf dem Programm des Fördervereins stehen Turmbläser, die gegen 19 Uhr für einige Minuten vom Umgang des Turmes das Michaelslied und "Triumphate" spielen werden - ein besonderes Erlebnis für die Besucher der Kircher und die Bürger in der Umgebung. Kirchtürme haben besonderen symbolischen Charakter und dienten vielfach auch als Wachposten beispielsweise bei Bränden oder Bombenangriffen. Ein heute noch berühmtes Beispiel ist der Turm der Kirche St. Lamberti in Münster, wo ein städtisch angestellter Türmer mehrmals am Abend mit dem Horn nach Norden und Süden die Zeit vom Turm vermeldet. Im Turm der Kirche St. Michael gibt es eine Türmerstube in ca. 40 Meter Höhe, die lange Zeit ungenutzt blieb. Heute gelangen von dort die Besucher der Kirchenführungen, die der Förderverein der Kirche St. Michael anbietet, auf den Turmumgang. Von dort eröffnet sich ihnen ein beeindruckender Blick auf die Stadt und darüber hinaus.

 

Mitglieder des Fördervereins wollen auch hier auf Dauer einen Türmerdienst verrichten. Dieser soll am morgigen Fest mit dem Turmblasen eröffnet werden. "Für viele Menschen hier in Hassel besitzt der Turm der Kirche St. Michael eine außerordentliche Wahrzeichenfunktion. Es wäre sicher für viele eine Attraktion und ein besonderes traditionelles Zeichen, wenn sie dort oben regelmäßig jemanden wüssten - gerade in dieser Zeit der großen Veränderungen", so Markus Zingel, Vorsitzender des Fördervereins. Die nächste Kirchenführung gibt es am 8. Oktober um 12 Uhr. Im Internet können Nutzer auf der Homepage des Fördervereins unter www.foerderverein-stmichael.de ab sofort auch eine Darstellung der Turmbegehung sehen und weitere Infos über den Verein und seine Aktivitäten erhalten. Telefonisch erreichen Interessierte den Förderverein der Kirche St. Michael unter 9 58 33 90 oder per E-Mail unter info@foerderverein-stmichael.de.

 

Turmbläser in Hassel

 

Heute feiert die Kirche St. Michael in Hassel die Erzengel Michael, Gabriel und Rafael auf besondere Weise mit einem Patronatsfest. Der Förderverein lädt um 16 Uhr zu einer Kirchenführung mit Turmbegehung ein. Um 18 Uhr beginnt der Gottesdienst zum Patronatsfest, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Danach sollen alle Augen - und diesmal auch Ohren - wieder auf den Kirchturm gelenkt werden: Um 19 Uhr werden Turmbläser das Michaelslied und "Triumphate" spielen.

 

 

Buersche Zeitung, 17.06.2006

Förderverein will St. Michael retten

Der Förderverein St. Michael lädt heute zu Führungen in und um die Hasseler Kirche an der Valentinstraße ein.

 
"Kirchenführungen bieten die Chance, oft Gesehenes und damit Selbstverständliches mit neuen Augen zu betrachten. Jede Kirche kann man aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen: als bauliches Kunstwerk, als Versammlungsort der Gottesdienstgemeinde, als ,in Stein gehauenes Glaubenszeugnis, als stadtteilprägendes und durch die Zeiten begleitendes, unverrückbares Bauwerk. Kirchen haben der Stadt Gelsenkirchen ihren Namen gegeben", heißt es in der Einladung des Fördervereins.

Die Kirche St. Michael mit ihrem 42 Meter hohen Glockenturm kann im nächsten Jahr ihren 90jährigen Weihetag begehen. Aber 2007 ist auch das Jahr, ab dem es für die Kirche St. Michael keine Mittel aus Kirchensteuern mehr geben wird.

Dachrinnen gesäubert

 

Der Förderverein der Kirche St. Michael setzt sich für den baulichen Erhalt des Gotteshauses und die Förderung der Gemeinden in Hassel ein.

Der inzwischen 140 Mitglieder starke Verein sammelt Geld für die Instandhaltung des Bauwerks. Vertreter des Vereins arbeiten in den Gremien der alten sowie der neuen Gemeindestruktur mit, beteiligen sich an Konzeptionierungsgesprächen, sammeln Ideen und Anregungen der Gemeindemitglieder zu alternativen Verwendungsmöglichkeiten der Kirche St. Michael.

 

In zwei Reinigungsaktionen konnten der Muschelkalksockel der Kirche sowie die Dachrinnen gesäubert werden, ebenso wurden die durch Baumwurzeln angehobenen Steinplatten im Eingangsbereich der Kirche neu zugeschnitten und verlegt. Der Förderverein sucht eine breite Öffentlichkeit; mit Infoständen bei den Pfarrfesten von St. Pius und St. Michael sowie durch eine eigene Homepage im Internet: www.foerderverein-stmichael.de.

 

Heute finden die ersten Kirchenführungen des Fördervereins um 11.30 und 16.30 Uhr statt. Weitere Führungen sind am 6. August und am 17. September (im Rahmen des Stadtteilfestes in Hassel) geplant.


 


WAZ, 16.06.2006                                                                                                                                                    


Förderverein lädt zum Kirchenbesuch ein 

Erste Gelegenheit an diesem Samstag. Ab 2007 sollen keine Mittel mehr für baulichen Erhalt von St. Michael in Hassel fließen

Der Förderverein der Kirche St. Michael, der sich für den baulichen Erhalt der Kirche einsetzt, lädt zu Kirchenführungen in und um die Kirche ein. Gründungsmitglied Markus Zingel: "Kirchenführungen bieten die Chance, oft Gesehenes und damit Selbstverständliches mit neuen Augen zu betrachten. Jede Kirche kann man aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen: als bauliches Kunstwerk, als Versammlungsort der Gottesdienstgemeinde, als in Stein gehauenes Glaubenszeugnis, als Stadtteil-prägendes und durch die Zeiten begleitendes, unverrückbares Bauwerk."

Die Kirche St. Michael in Hassel mit ihrem 42 Meter hohen Glockenturm kann im nächsten Jahr ihren 90jährigen Weihetag begehen. Aber 2007 ist auch das Jahr, ab dem es für die Kirche St. Michael keine Mittel aus Kirchensteuern mehr geben soll. Der Förderverein hat inzwischen 140 Mitglieder. Vertreter des Vereins arbeiten in den Gremien der alten sowie der neuen Gemeindestruktur mit und sammeln Ideen und Anregungen der Gemeindemitglieder zu alternativen Verwendungsmöglichkeiten der Kirche St. Michael. In zwei Reinigungsaktionen konnten der Muschelkalksockel der Kirche sowie die Dachrinnen gesäubert werden, ebenso wurden die durch Baumwurzeln angehobenen Steinplatten im Eingangsbereich der Kirche neu zugeschnitten und verlegt.

Der Förderverein suche, so Zingel, "eine breite Öffentlichkeit"; mit Infoständen bei den Pfarrfesten von St. Pius und St. Michael sowie durch eine eigene Homepage im Internet: www.foerderverein-stmichael.de. An diesem Samstag, 17. Juni, finden die ersten Kirchenführungen statt, jeweils um 11.30 Uhr und 16.30 Uhr. Eine weitere Führung soll am 6. August stattfinden, ebenso eine Möglichkeiteine gibt es am 17. September im Rahmen des Stadtteilfestes in Hassel.

   
 

 


Buersche Zeitung, 15.04.2006 (von Tobias Ertmer)                                                                                               


Die letzte Ostermesse in der Kirche St. Michael?

HASSEL: Förderverein und Pfarrer Büdding wünschen sich einen Neuanfang

 

Vielleicht ist es das letzte Osterfest in der stattlichen Kirche an der Valentinstraße. Wie viele andere Gotteshäuser im Bistum auch, steht St. Michael in Hassel vor dem Aus. Ab 2007 gibt es kein Geld mehr vom Ruhrbistum.

 

"Wir verstehen das aber nicht als Abschied, sondern als Neuanfang", sagt Markus Zingel optimistisch. Er ist Vorsitzender des neu gegründeten Fördervereins, sitzt im gemeinsamen Pfarrgemeinderat von St. Pius und St. Michael.

 

Im Laufe des kommenden Jahres wird aus den beiden Gemeinden zusammen mit St. Theresia eine Großgemeinde entstehen - als einzige Kirche soll St. Pius Bestand haben. "Wir hoffen, dass wir nicht nur St. Pius zugeordnet werden, sondern in einer neuen, großen Gemeinde Hassel aufgehen - und uns da auch einbringen können", sagt Chorleiterin Regina Naglav, die ebenfalls mit im Vorstand des Fördervereins sitzt. Insofern sei die bevorstehende Ostermesse (Samstag, 20.30 Uhr) in St. Michael schon etwas Besonderes. Immerhin hatte der Pfarrgemeinderat in diesem Jahr entschieden, die Abendmesse entgegen dem eigentlichen Plan von Pius nach Michael zu verlegen. Und so wird beim Entzünden der Osterkerze am heutigen Abend wohl auch bei dem ein oder anderen Gemeindemitglied Wehmut aufkommen.  

Die Kirche an der Valentinstraße ist etwa hundert Jahre alt, viele Katholiken aus Hassel sind hier getauft worden.
 

Inhaltlich wird die drohende Schließung der Kirche während der Osterandacht allerdings keine Rolle spielen. Pfarrer Norbert Büdding: "Der liturgische Ablauf steht ja ohnehin fest, die Feier wird so sein wie in den vergangenen Jahren auch." Büdding sieht keinen Grund dafür, das Thema in einer Osterpredigt aufzugreifen. "Das gehört einfach nicht in eine Ostermesse", ist der Pfarrer überzeugt. Trotzdem hat er das Gefühl, dass die Gemeinde im Hasseler Nordosten näher zusammengerückt ist: "So eine Nachricht schweißt zusammen." Und Regina Naglav hat das Gefühl, dass nun auch die Gottesdienste besser besucht sind als zuvor. "Es kommen wieder mehr Leute", sagt die Chorleiterin.

 

Nach der anfänglichen Wut und Enttäuschung über die Entscheidung des Bischofs, St. Michael auf Dauer aufzugeben, überwiege jetzt der Tatendrang bei vielen engagierten Katholiken in der Gemeinde, so Markus Zingel. "Es geht nun darum, zu überlegen, wie man St. Michael als kirchliches Gebäude weiternutzen könnte - und wie wir uns in die neue Großgemeinde integrieren können", so der Vorsitzende des Fördervereins.

 

Dabei komme es auf jeden Einzelnen an - schließlich sei der Wille zum Mitwirken an der Umgestaltung vorhanden. Zingel: "Und so verbinde ich die Ostermesse nicht mit einem Abschied, sondern sehe vielmehr die Möglichkeit für einen gemeinsamen Neuanfang."

 
 
 
WAZ, 14.03.2006 (chris)                                                                                                                                       

Fördern - kein Protest

In Hassel will sich ein Verein um den Erhalt der Kirche St. Michael kümmern. Das Bistum will in das Gebäude kein Geld mehr investieren

"Heute gehen wir zum Notar", sagt Markus Zingel. Schließlich soll der "Förderverein der Kirche St. Michael Gelsenkirchen-Hassel" ordnungsgemäß angemeldet werden.
Ruhe ist gewiss nicht unter den Hasseler Katholiken eingekehrt, nachdem der Essener Bischof Genn St. Pius den Vorzug gegeben hatte und St. Michael zur "weiteren" Kirche - eine, für die keine Kirchensteuer-mittel mehr fließen sollen - erklärt hatte. "Dabei hatten sich im Vorfeld alle drei Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände für den Erhalt von St. Michael ausgesprochen", sagt Regina Naglav, die dort seit 20 Jahren nebenamtlich die Orgel spielt und den Förderverein mitgegründet hat. Wie Zingel betont sie zwar, dass der Verein "keine Protestinitiative gegen die Entscheidung des Bistums" ist, doch aufgeben möchte man "die erste in Hassel gebaute katholische Kirche" auch nicht. Nächstes Jahr wollte man das 90-jährige Bestehen feiern. "Musik und Ausstellungen" kann sicht Regina Naglav künftig in St. Michael vorstellen, und auch für "pastorale Zwecke" könne man die Kirche noch nutzen, auch wenn St. Pius künftig der Mittelpunkt der Hasseler Katholiken in der Großgemeinde St. Urbanus ist. Irgendwann aber wird man für die vor 15 Jahren renovierte Kirche aber Geld aufbringen müssen. Das will der Förderverein tun.
 
 
 

Buersche Zeitung, 10.03.2006

 

Gemeinde gründet Förderverein 

Erste Gelegenheit an diesem Samstag. Ab 2007 sollen keine Mittel mehr für baulichen Erhalt von St. Michael in Hassel fließen

 

HASSEL: Die Gemeinde St. Michael kämpft auch nach der Ankündigung des Bistums, die Kirche nicht mehr mit Steuer-einnahmen zu finanzieren, weiter um ihr Gotteshaus.
Im Pfarrheim wurde jetzt der "Förderverein der Kirche St. Michael Hassel" gegründet. Der Verien hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Erhalt der Kirche zu fördern. "Die Kirche St. Michael prägt seit fast 90 Jahren das kirchliche Leben im Stadtteil Hassel. In der Entwickelung der Pfarreienlandschaft in Hassel nimmt sie eine zentrale Stellung ein, geografisch wie auch geschichtlich", weiß die bisherige Chorleiterin Regina Naglav. Als "Mutterkirche" von St. Theresia und St. Pius sie sie für viele Hasseler Christen der erste Ort kirchlichen Kontaktes. Entsprechend groß sei die Verbundenheit der jetzigen sowie der ehemaligen Gemeindemitglieder.
Der Förderverein möchte neben der Bereitstellung finanzieller Mittel für den Erhalt der Kirche St. Michael als Ansprechpartner für alle betroffenen Stellen fungieren. Interssierte Mitbürger sind eingeladen, zum Erhalt der Kirche beizutragen.

Informationen zum Förderverein St. Michael Hassel gibt es beim Vorsitzenden Markus Zingel unter Tel. 0209 9583390.